Transaktionsanalyse für's Ohr

Podcast

Konkurrenz
10. November 2020

Diese 8 Fragen helfen dir, unangemessene Konkurrenz von angemessener zu unterscheiden

Episode 106

Über das Enttrüben von Konkurrenz


Angemessene und unangemessene Konkurrenz

Eine Konkurrenzsituation kann beflügeln oder sie kann belastend sein. Die Transaktionsanalytikerin Jan Vanderburgh unterscheidet zwischen angemessener und unangemessener Konkurrenz.

Laut ihr ist Konkurrenz dann angemessen, wenn offen, in gegenseitiger Übereinkunft, um etwas Reales, Erreichbares und Wertvolles und mit klaren Kriterien für die Bewertung konkurriert wird.

Vanderburgh hat vor über vierzig Jahren einen Fragenkatalog entwickelt, der dabei hilft, verborgene Ziele unangemessener Konkurrenz aufzudecken – oder in ihren Worten: um Konkurrenz zu enttrüben.

Die acht Fragen

  1. Worum konkurrieren wir?
    a) Existiert es? (Ist es real?)
    b) Ist es definierbar?
    c) Ist es erreichbar? … durch mich? …jetzt?
  2. Lohnt es sich, darum zu konkurrieren?
  3. Sind die Regeln der Konkurrenz klar, spezifisch und vollständig?
  4. Wissen die anderen, mit denen ich konkurriere, dass wir miteinander konkurrieren?
  5. Haben die anderen dem Konkurrieren zugestimmt?
  6. Wie werde ich wissen, wer gewinnt und wann?
  7. Werden die anderen es auch wissen?
    a) Macht es mir etwas aus, dass die anderen es wissen?
    b) Wie viele Leute müssen es wissen, und wer sind sie?
  8. Egal ob ich gewinne oder nicht, was kommt danach?

Im Gespräch erwähnt Episode

Quellen

Höre unsere Erläuterungen zu den acht Fragen!


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  1. Moin Ihr Zwei,

    herzlichen Dank für Euren mal wieder sehr inspirierenden Post.

    Denke hierbei an die Gründer der TA, Berne und Kupfer. Letztlich waren sie und nachfolgende Pioniere davon, begeistert, Effizienz gegen die klassischen Formen der Psychoanalyse als auch den damaligen psychiatrischen Konzepten zu setzen. Perls, Moreno etc. waren ebenso drauf. Und zuguter Letzt, wir machen das doch auch.

    Nun habt Ihr auch für das Heute einen heiklen Punkt angesprochen: Was lässt sich für die Begegnungen in einschlägigen Profigruppen (Kongresse, Ausbildung, Supervision, Coaching etc.) hieraus auf der Grundlage des Vanderburgh'schen Fragebogens ableiten? Klare Verträge gestalten, möglichst Erlauber für Konkurrenz zu setzen, ist das Eine. Darüber hinaus stellt sich die Frage, inwieweit in dieser unsicheren Zeit andere Formate, sprich Erfahrungsaustausche für das Aufstöbern genialer Antworten, honorarfrei und möglichst unstrukturiert, durch vermutete Konkurrenz verhindert werden. Lockere "Pallaver am Lagerfeuer" zu organisieren scheitern häufig schon im Ansatz. Letztlich brauchen wir gerade jetzt wieder so etwas wie die "SF-Seminare" und erst Recht die informellen "Jamaica-Gatherings", wie es die mittlerweile Alten seit Beginn der 1970ziger praktizieren.

    Ein Traum? Jo. Lasst uns an dieser Idee mit allen Interessierten weiterspinnen.

    Herzlichst
    Euer Bernd

    1. Lieber Bernd

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Was du zum Thema Konkurrenz schreibst, sehe ich auch so. Interessant finde ich auch dein Hinweis auf die Gründer.
      Und ja, das „Palaver am Lagerfeuer“ ist wohl reif. Online können wir da unkompliziert umsetzen und es allen ermöglichen teilzunehmen, die das wollen (und über ein Gerät mit Internetanschluss verfügen).

      Herzlicher Gruss
      Jürg

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