Episode 184
Was tust du eigentlich, wenn du begleitest – in Supervision oder in anderen Kontexten?
Geht es um konkretes Handeln?
Um Rollenklärung?
Um Wissen und Modelle?
Oder um persönliche Entwicklung?
In dieser Episode greifen wir das Prozess-Steuerungs-Modell von Johann Schneider auf, vorgestellt im Sammelband Transaktionsanalytische Supervision in Theorie und Praxis.
Das Modell hilft, professionelle Begleitungsprozesse klarer zu unterscheiden – und bewusster zu gestalten.
Die Struktur des Modells
Schneider unterscheidet sechs Themenfelder:
Praxis – konkretes Handeln
Kontext – Struktur, Kultur, Rahmenbedingungen
Konzepte – Wissen, Modelle, Theorie
Person – biografische Muster und Entwicklung
Ziel – die Ausrichtung des Prozesses
Rolle – Schärfung des Rollenverständnisses

Die vier inhaltlichen Felder bilden den Raum professioneller Begleitung. Das Ziel steht im Zentrum. Die Rolle markiert die Perspektive, aus der begleitet wird.
Warum das Modell hilfreich ist
In Begleitungsprozessen kommt es häufig zu Verschiebungen: Ein Strukturproblem erscheint als Persönlichkeitsfrage. Fehlendes Wissen wird als mangelnde Kompetenz erlebt. Ein Rollenkonflikt bleibt unbenannt.
Das Prozess-Steuerungs-Modell unterstützt dabei, diese Ebenen zu unterscheiden und gezielt zu klären:
Woran arbeiten wir gerade?
In welchem Feld bewegen wir uns?
Auf welches Ziel hin gestalten wir den Prozess?
Im Podcast entfalten wir das Modell Schritt für Schritt und teilen unsere eigenen Erfahrungen damit.
Quelle
Höre unser Gespräch, um mehr zu erfahren!
Onlineseminar zum Thema
Donnerstag, 19. März 2026, 18:00 - 19:30 Uhr
Teilnahmegebühr: 58 Euro
(keine Anmeldung erforderlich für Mitglieder des Transaktionsanalyse Onlinetrainings)

