Episode 186
In der Transaktionsanalyse sprechen wir von Strokes, wenn ein Mensch die Gegenwart eines anderen anerkennt. Es geht darum, dem Gegenüber in irgendeiner Form zu zeigen: "Ich nehme dich wahr."
Ein Stroke ist jede Aktion, mit der eine Anerkennung der Gegenwart des anderen verbunden ist.
— Eric Berne
In der Sprache der TA bezeichnet man jede Handlung, mit der jemand anders zur Kenntnis genommen, d. h. seine Existenz anerkannt wird, als Stroke.
— Ian Stewart & Vann Joines
Strokes sind damit so etwas wie die „Nahrung“ für unseren Anerkennungshunger – ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, gesehen und beachtet zu werden.
Dabei unterscheiden wir:
Bedingte Strokes
beziehen sich auf Verhalten oder Leistung, also auf das, was jemand tut.
Bedingungslose Strokes
beziehen sich auf die Person, auf das Sein
Was in der Theorie klar scheint, verschwimmt im Alltag oft.
Der erlebte Stroke entspricht nicht immer dem gegebenen Stroke.
Dazwischen liegt eine unbewusste Deutung.
Und genau dort entstehen Stroke-Trübungen.

Kennst du das?
Du erhältst eine Rückmeldung zu deinem Verhalten – und plötzlich fühlt es sich so an, als ob du als Person infrage gestellt wirst.
Das Konzept der Stroke-Trübungen beschreibt, wie leicht sich die Ebenen von Tun und Sein vermischen können – beim Geben wie beim Empfangen von Strokes.
Höre unser Gespräch, um mehr zu erfahren!
Onlineseminar zum Thema
Mittwoch, 27. Mai 2026, 18:00 - 19:30 Uhr
Teilnahmegebühr: 58 Euro
(keine Anmeldung erforderlich für Mitglieder des Transaktionsanalyse Onlinetrainings)

