Transaktionsanalyse für's Ohr

Podcast

13. Oktober 2020

Hochsensibel: Weichei, Mimose oder ganz normal?

Episode 104

Wir unterhalten uns mit Manuela Schmid über das Thema Hochsensibilität oder erhöhte Neurosensitivität.


Unser Gast: Manuela Schmid

Manuela Schmid, what-about-coaching.com

Regelmässige Hörerinnen und Hörer kennen Manuela bereits. Sie war im März 2020 in unserer 91. Episode bereits einmal Interview-Gast und hat auch an unserer 100-Episoden-Feier teilgenommen.

Manuela Schmid ist Transaktionsanalytische Beraterin und systemischer Coach aus Friedberg in Hessen.

Mehr über Sie findest du auf ihrer Webseite: what-about-coaching.com.

Hochsensibilität, Hochsensitivität, erhöhte Neurosensitivität

Drei Begriffe, bei denen es um das selbe Thema geht. Um zu erklären, was damit gemeint ist, zitieren wir gleich mal Manuela:

Der Begriff Hochsensibilität beschreibt eine höhere Empfindlichkeit und Reaktionsfähigkeit gegenüber äusseren Reizen. Das geht einher mit einer tieferen Informationsverarbeitung.

Manuela Schmid in unserer aktuellen Podcast-Episode

Auch wenn du selbst nicht zu den hochsensitiven Menschen gehörst, gibt es sicher welche in deinem Umfeld. Darum erachten wir es als lohnenswert, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und widmen ihr diese Episode.

Test zur Hochsensibilität

Auf zartbesaitet.net findest du einen Test. Er besteht aus 29 Aussagen, zu welchen du dich selbst einschätzen kannst.

Klicke hier, um zum Test zu gelangen!

Mehr zum Thema

Webseiten

Bücher

Und noch ein Buch der besonderen Art:


Höre jetzt unser Gespräch mit Manuela!


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  • Die Folge über Hochsensitivität hat mich "mitten ins Mark" getroffen. Ich habe mich in so vielen Dingen wiedererkannt und heute den Test gemacht. 1x … 2x… Ergebnis ziemlich eindeutig. Erste Reaktion: Oh nein… dann die zweite Reaktion, JA, HSP und plötzlich eröffnet sich mir eine ganz neue Sichtweise. Annehmen wird mir sicherlich leicht fallen, es ist eher wie ein endlich erkennen und wissen! Danke für diese wunderbare Folge.

    • Herzlichen Dank für den Kommentar. Schön, dass unser Gespräch über Hochsensitivität bei dir etwas in Bewegung gebracht hat. Was du beschreibst, kann ich gut nachvollziehen. Gewisse Situationen und Begebenheiten lassen sich durch die HSP-Brille betrachtet ganz neu einordnen und verstehen.

    • Wunderschön, dass wir dazu beitragen durften, dass Sie sich in einem neuen Licht entdecken dürfen und Ihre Sichtweisen nachjustieren können. Ein chancenreicher Neubeginn.

      Viel Erfolg beim Neu-Entdecken.

      Schöne Grüße
      Manuela Schmid

  • Vielen Dank für diese interessante Folge. Ich habe einmal gelesen, dass eine erhöhte Neurosensitivität auch durch sehr frühe Traumata ausgelöst werden können bspw. in der Bindungsphase. Was denkt Ihr dazu bzw. was ist dazu an Wissen gesichert bekannt?

    • Nach Sichtweise der Forscher Belskys und Plüss’ bestimmt die Anzahl der Plastizitätsgene einer Person, wie sensibel Menschen auf Umwelteinflüsse reagieren. Ein weiterer Wissenschaftler Van IJzendoorn nimmt auch an, dass die unterschiedliche Empfindlichkeit genetisch bedingt ist, ist jedoch skeptisch, dass die Anzahl der Plastizitätsgene den Grad der Empfindlichkeit bestimmt.

      Herr Plüss beschreibt weiter zur Epigenetik, dass es von den Umwelteinflüssen, der Ernährung und der Bewegung abhängt, welche unserer Geneaktiviert sind.
      Es besteht noch Bedarf an Forschung, wie sich die verschiedenen Faktoren, wie die Gene, das Temperament und pränatale Erlebnisse auf die Empfindlichkeit auswirken.

      Ich persönlich halte es für sehr möglich, dass traumatisierende unaufgelöste Erlebnisse das neuronale Netz in ständiger Alarmbereitschaft sein lassen können und damit das Neuronale Netz in ständigem Training bzw. Ausbau ist. Wenn Verdacht besteht, ist es sehr sinnvoll, sich bewusst dem Thema zu widmen und sich kompetente „Sortier-Hilfe“ an die Seite zu holen.

      Denn was durch Micheal Plüss, der Entwicklungspsychologe, gut erforscht wurde, ist, dass Menschen mit einer erhöhten Sensitivität stark von positiven Einflüssen, wie im Falle von Traumatischen Belastungen durch therapeutische Hilfe, profitieren und in ihren Symptomen auch Erleichterung/Linderung erfahren.

      Hier ein Link, falls du noch mehr lesen möchtest:
      http://www.philosonic.com/michaelpluess_construction/Files/NZZ%20December%202010%20Differential%20Susceptibility.pdf)

      Viele Grüße
      Manuela

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